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Die entwicklungsfreundliche Beziehung
Leitung:
Die „entwicklungsfreundliche Beziehung“ ist eine personenzentrierte, ressourcenorientierte Methode der Unterstützung der Persönlichkeitsentfaltung, die auf entwicklungspsychologischen Prinzipien beruht. Zentral ist die Erkenntnis, dass sich geistig behinderte Menschen zwar nach denselben Prinzipien entwickeln wie nicht behinderte auch, jedoch in den verschiedenen Persönlichkeitsdimensionen (z. B. sozio-emotionale, kognitive, motorische, lebenspraktische Entwicklung) unterschiedlich weit. Dieser Tatsache ist bei der Beziehungsgestaltung Rechnung zu tragen, und zwar so, dass die sozio-emotionalen Bedürfnisse und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen. Denn dieser Persönlichkeitsbereich ist verantwortlich für die emotionale Stabilität und die Beziehungsfähigkeit. Bei psychisch gestörten Menschen mit geistiger Behinderung ist dieser Bereich am stärksten beeinträchtigt. Wird er unterstützt, indem die zumeist frühkindlichen Beziehungsbedürfnisse beson-ders berücksichtigt werden, dann können sich problematische Verhaltensweisen abschwächen, kognitive Blockaden lösen und verdeckte Ressourcen entfalten. Die Selbstak-tualisierungstendenz wird angeregt, und das Selbstbild kann sich erweitern. Im Seminar wird die Erhebung des differenzierten Entwicklungs-standes erläutert und anhand eines Beispiels das Vorgehen der entwicklungsfreundlichen Beziehungsgestaltung verdeutlicht. Fallbeispiele der Teilnehmer sind willkommen und eine rege Diskussion über personenzentrierte pädagogische Methoden (z.B. Spiegeln, Umgang mit dem Übergangsobjekt, Gestaltung von Übergangssituationen…) erwünscht.
Achtung:
Zeit:
Samstag 26. 9. 2009, 9:00-17:00 Uhr
Ort:
Wittelsbachstraße 5
1020 Wien
Kosten:
bei Teilnahme an der gesamten Ausbildung €120,-
