SE-Seminar: Personzentrierte Aufstellungen
In diesem Selbsterfahrungsseminar lernen die Teilnehmenden verschiedene Formate personzentrierter Aufstellungen kennen und erproben diese im geschützten Rahmen. Ausgangspunkt ist die personzentrierte Grundhaltung nach Carl Rogers, in der Begegnung, Wertschätzung und Vertrauen in die Aktualisierungstendenz leitend sind.
Personzentrierte Aufstellungen werden nicht als Technik verstanden, sondern als dialogisches Geschehen, in dem innere Erfahrungen räumlich dargestellt und leiblich verkörpert werden. Schiefermüller bezeichnet diesen Vorgang als „Symbolisierungsprozess“ (Person 1/2021, S. 32) und verbindet den Encounter-Gedanken in Aufstellungen (vgl. Schmid 2010, 2014) mit der experienziellen, focusing-orientierten Theorie Gendlins (2012).
Schmid (Person 2010, S. 131) beschreibt Aufstellungen als eine „Sprache“, die neben der verbalen Ausdrucksebene weitere kommunikative Dimensionen – insbesondere leibliche, relationale und räumliche – erschließt.
Das Seminar verbindet theoretische Reflexion mit Selbsterfahrung und zielt darauf ab, Aufstellungen als Erweiterung des personzentrierten Dialogs zu verstehen und verantwortungsvoll in therapeutische Kontexte zu integrieren.
bis 9. Oktober, spindelberger@vrp.at