Propädeutikum
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Personenzentrierte Pädagogik

Pädagoginnen und Pädagogen aller Fachbereiche der Pädagogik stehen vor der besonderen Herausforderung die ihnen anvertrauten Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Egal ob als Kindergartenpädagoge oder Lehrerin, Sonder- und Heilpädagoge oder Erwachsenenbildnerin, immer ist die eigene Person und ihre jeweilige Beziehung zu ihren Klientinnen und Klienten das zentrale Mittel zur Erfüllung des pädagogischen Auftrags. Personenzentrierte Pädagogik – Beziehung im Fokus, setzt genau an dieser Stelle an und entwickelt mit Pädagoginnen und Pädagogen Strategien zur förderlichen Beziehungsgestaltung in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich.

Unser gesamtes menschliches Leben ist leben in Beziehung zu etwas, so z.B. den Dingen die uns Umgeben, der Natur, der Gesellschaft und im Besonderen den einzelnen Menschen mit denen wir in Kontakt stehen. Leben und wirken in der Welt ist somit immer abhängig von der Qualität der Beziehungen, die wir für unser eigenes Wachstum und unsere Gesundheit vorfinden. Als Teil des Beziehungsgeflechts kann jede Einzelne und jeder Einzelne zu dessen Verbesserung beitragen und somit förderliche Bedingungen für sich selbst und andere mitgestalten.

In unserem Verständnis von Personenzentrierter Pädagogik ist der Fokus auf die Qualität der Beziehungen innerhalb eines Bildungssystems ausschlaggebend für die förderliche Entwicklung jeder einzelnen Teilhaberin und jedes einzelnen Teilhabers an diesem System. Daraus folgt, dass Personenzentrierte Pädagogik ihre Konzepte nicht nur auf die Lernende bzw. den Lernenden anwendet, sondern sich wesentlich um die Verbesserung der Arbeitszufriedenheit der Pädagogin bzw. des Pädagogen bemüht. Lernen wird von uns nicht als einseitiger Übertragungsprozess von mehr oder weniger wesentlicher Information gesehen, sondern als signifikante und lebensgestaltende Erfahrung aller Teilhabenden. Die Aufgabe einer professionellen pädagogischen Tätigkeit ist es, eine Fülle an positiven Lern- und Entwicklungserfahrungen bereit zu stellen, um die gesunde Entwicklung ihrer Teilhaberinnen und Teilhaber sicher zu stellen. Auf diesen Gedankengang baut unser Konzept auf, welches über die einseitige Fokussierung auf die Leistung der Lernenden und des Lernenden hinaus zeigt und grundsätzlich die Verbesserung von Beziehungsqualitäten vermitteln möchte. Es geht uns um eine anwendbare pädagogische Praxis im Gegensatz zu abstrakter Theorie über „die Richtige“ Pädagogik.

Unser Konzept lässt sich aus verschiedenen Quellen ableiten. Ausgangspunkt unserer gemeinsamen Arbeit sind die grundlegenden Gedanken, die Carl Rogers gemäß seiner Forschungen zu diesem Thema formuliert hat. Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit neueren Erkenntnissen der pädagogischen Forschung, sowie der Neurobiologie, der Bindungs- und Entwicklungsforschung. Als dritte Säule sehen wir unsere eigene Forschung, die wir auf diesem Gebiet durchführen und welche wir dazu nutzen, gegebenen Konzepte immer wieder auf ihre Anwendbarkeit zu überprüfen. In Sinne einer authentischen Wissenschaft arbeiten wir als Forscher und Beforschte gleichzeitig, um daraus eine pädagogische Praxis ableiten zu können.

Als vorläufiges Ergebnis und Teil unserer Arbeit möchten wir allen Pädagoginnen und Pädagogen, welche bereits im „Feld“ arbeiten, aber auch jenen, die sich in einer entsprechenden Ausbildung befinden ein Seminar- und Supervisionsangebot anbieten, in dem wir speziell zur Bedeutung der Beziehungspraxis aus Sicht der Lehrenden bzw. des Lehrenden arbeiten werden - „Beziehung im Fokus“.

Unser Angebot richtet sich an alle pädagogischen Fachrichtungen, so auch der Kindergartenpädagogik und der Sonder- und Heilpädagogik mit ihren besonderen Arbeitsvoraussetzungen auf dem Gebiet der Beziehungsgestaltung.

Folgende Zielsetzungen können für unser Seminarangebot definiert werden:

  • Klärung des Beziehungsbegriffs in der pädagogischen Arbeit
  • Verbesserung der Beziehungsqualität in der pädagogischen Arbeit
  • Verbesserung des Lernklimas im pädagogischen Arbeitssetting
  • Burnoutprophylaxe für Pädagoginnen und Pädagogen

Weiterbildungs- bzw. Fortbildungsangebot:

  • Zwei Wochenenden zu je 20 Einheiten:
    Fr. 16.00 - 20.00, Sa. 9.00 - 18.00, So. 9.00 - 14.00
  • Supervision in der Gruppe (10 Einheiten in fünf Monaten):
    zwei Einheiten pro Monat

Gesamtkosten: 600,- Euro

Die nächsten Seminare starten im Herbst 2016 und im Frühjahr 2017.

Anmeldung und nähere Informationen bei Fr. Mag. Hofer-Freundorfer. 

 

Mag.a Sabine Hofer-Freundorfer

Mag. phil., Pädagogin, Sonder-und Heilpädagogin,
Personenzentrierte Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin der VRP

Langjährige Lehrtätigkeit im Schulbereich, Unterrichtstätigkeit an der SOB, Psychotherapeutische und supervisorische Tätigkeit in freier Praxis

E-Mail: sabine@hofer-freundorfer.at
Webseite: www.hofer-freundorfer.at

 

 

Mag.a Bettina Gwihs

Personenzentrierte Psychotherapeutin, Weiterbildung personenzentrierte
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie,  Pädagogin und Sonder- und
Heilpädagogin, Kindergartenpädagogin, Elternbildnerin

  • Mitbegründerin der Arbeitsgruppe Personenzentrierte Pädagogik
  • Langjährige berufliche Erfahrung im pädagogischen Bereich
    (Kindergartenpädagogin, Erziehungsberaterin, Sonder- und Heilpädagogin)

Aktuelle berufliche Tätigkeitsbereiche:

  • Mobile Sonder - und Heilpädagogin für Kindergärten und Kinderkrippen
  • Vorträge und Workshops zu pädagogischem Themen
  • Personenzentrierte Psychotherapeutin in freier Praxis
    (Psychotherapie mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen)

E-Mail: b.gwihs@personenzentriert.at
Webseite: www.personenzentriert.at

 

 

Nikolas Hochstöger Bakk. Phil. 

Personenzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision

In meinem Soziologie-Studium beschäftigte ich mich mit Kommunikation, Gruppendynamik und Organisationsentwick­lung. Vor meiner therapeutischen Praxis arbeitete ich in der beruflichen Rehabilitation. Ich besitze weiters Erfahrung in der psy­chosozialen Begleitung von Kindern und Jugendlichen und bin Mitbegrün­ der der Arbeitsgruppe “Personenzent­rierte Pädagogik – Beziehung im Fokus”. Mein Denken und Handeln ist geprägt von der Auseinandersetzung mit verschiedenen philo­sophischen Denkschulen. Zudem beschäfti­ge ich mich mit der achtsamen und meditati­ven Körperarbeit (3. Dan Aikido). Dabei ist mir ein authentischer und wertschätzender Um­gang mit Menschen ein besonderes Anliegen.

E-Mail: kontakt@klientenzentriert.at
Webseite:
www.klientenzentriert.at

 

 

Mag.a Olivia Sövegjarto

Personenzentrierte Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

Nach meinem Lehramts- und Humanbiologiestudium arbeite ich in der beruflichen Rehabilitation, wo ich psychisch und physisch beeinträchtigte Menschen in ihrem Weg zurück in die Arbeitswelt unterstütze. Langjährige Erfahrungen besitze ich auch in der psychosozialen Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Ich bin Mitbegründerin der Arbeitsgruppe “Personenzentrierte Pädagogik – Beziehung im Fokus”, wo ich mich mit persönlichem Wachstum und Entwicklung beschäftige. In meinem humanistisch geprägten Denken und Handeln sind mir vor allem echte, menschliche Begegnungen und die Anerkennung der Würde jedes Einzelnen wichtig.

E-Mail: kontakt@praxis-klientenzentriert.at
Webseite: www.praxis-klientenzentriert.at

 

 

Susanne Kratky

Personenzentrierte Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision, Früherzieherin, Kindergarten- und Hortpädagogin, Motopädagogin, sensorische Integrationspädagogin, Erziehungsberaterin

  • Mitglied der Arbeitsgruppe Personenzentrierte Pädagogik
  • Tätigkeit als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision in der Gemeinschaftspraxis „Gesundheitsteam-Klosterneuburg“ und im Verein „iwik“
  • langjährige Tätigkeit im pädagogischen und psychosozialen Bereich
  • seit 1994 als Kindergartenpädagogin im NÖ Landesdienst, auch in leitender Funktion
  • mehr als zehn Jahre bei den Kindersozialdiensten St. Martin in Klosterneuburg

E-Mail: info@psychotherapie-kratky.at
Webseite: www.psychotherapie-kratky.at

 

 

Ing. Karl Eigel

Personenzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision
Eingetragener Mediator

Der respektvolle und wertschätzende Umgang mit meinen Mitmenschen begleitet mich schon seit drei Jahrzehnten durch die Wirtschaft. Neben meiner Tätigkeit als Mediator konnte ich psychosoziale Erfahrung als Konfliktarbeiter (Schwerpunkt auf Nachbarschaftskonflikte mit Menschen mit Migrationshintergrund), als Moderator von Selbsthilfegruppen (Teilnehmer mit Depressionen, Angststörungen oder Burnout), in der Telefonberatung und als Hospitant in einem Pflegewohnhaus gewinnen. Als Mitbegründer der Arbeitsgruppe “Personenzentrierte Pädagogik – Beziehung im Fokus” liegt mir neben dem angstfreien Lernen das authentische Lehren am Herzen.

E-Mail: karl@eigel.at
Webseite: www.mediator4u.at